Friedl Wagner - Walhalla der Persönlichkeiten

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Friedl Wagner

Heimatkreis Komotau
Hedwig Gemmrig, Friedel Wagner und Anneliese Kult


Friederike (Friedl) Wagner
Friedl Wagner wurde 94 Jahre alt. das Licht der welt erblickte sie am 2. Oktober 1923 in Joachimsthal im Erzgebirge. Mit zwei Geschwistern wuchs sie dort auf und nach Abschluß der Bürgerschule zogen die Eltern, wegen der Kinder, in die Schulstadt Komotau. Hier besuchte Friedl die Lehrerbildungsanstalt, die sie mit Erfolg abschloß. Anschließend mußte sie zum Reichsarbeitsdienst. Ihre erste Stelle war in Wenkau, dann in Kupferberg und Oberhals im Erzgebirge. Auch sie erlitt 1945 das Schicksal der wilden Vertreibung. Auf Umwegen traf sich die ganze Familie in Hauzenberg bei Passau.
Bayern wurde zur neuen Heimat. Zuerst war Friedl Wagner im Bayerischen Wald als Lehrerin tätig. Sie sagte: Ich wurde gut aufgenommen, man war mit der "Flüchtlingsfrau" sehr zufrieden. Häufig brachte man mir Geräuchertes und anderes Nahrhaftes. der Neuanfang gelang.
Es folgte dann die Verheiratung und der Umzug nach Regensburg. Die Kinder, Sohn Roland kam 1952 und Tochter Helga 1959 auf die Welt. Später ging die Ehe auseinander.
Friedl Wagners Lebensweg war geprägt vom Schuldienst, Fürsorge für die Familie, Fleiß, Genügsamkeit und bescheidenheit für ihre eigene Person. Ausgleich fand sie in der Natur- in ihrem eigenen Garten- in dem sie fast jeden Nachmittag anzutreffen war.
Wir im Heimatkreis kennen sie als usere Erzgebirglerin. Vielseitig war sie engagiert in Sachen Heimat und Kultur. So schrieb sie das Büchlein: " Erinnerungen an unsere Erzgebirgsheimat", "aus dem Leben einer Großmutter", "Wos der Arzgebarcher drham gekocht und gassn ham". die meisten ihrer Erzählungen wurden in unserer Heimatzeitung abgedruckt. Darunter finden sich viele in der Mundart des Erzgebirges geschrieben. Wahrlich, ein Schatzkästchen unserer Kultur !
Als <Spezialistin der eerzgebirgsmundart ar sie bei vielen Veranstaltungen der Sudetendeutschen Heimatpflege auf dem Heiligenhof in Bad Kissingen und bei den Sudetendeutschen Tagen als Referentin gefragt und sehr beliebt. Erinnert sei an unser Treffen in Erlangen, als sie mit ihrer besten Freundin Anneliese Kult Kostproben darbot.
Ihr Interesse galt weiteren Institutionen, wie dem Bayerischen Lehrer und Lehrerinnenverband und dem Katholischen Frauenbund, sowie der Ackermanngemeinde, deren Mitglied sie war. Dazu zählen wir auch unseren Förderverein, in dem sie im Beirat fungierte. In der Komotauer Heimatgruppe in Regensburg hat sie aktiv mitgewirkt und teils geleitet.
Viele unserer Landsleute werden sich an  die zahlreichen Reisen in die alte Heimat erinnern., die von ihr organisiert wurden. Reisen nach Komotau und ins Erzgebirge und an andere Orte. Der Kontakt zu den Heimatverbliebenen im Kulturverband und Begegnungszentrum waren stets eingeschlossen.
Friedl Wagner ist nach einem erfüllten Leben am 12. Januar 2018 von uns gegangen. Sie wird Spuren hinterlassen, an die wir uns dankbar erinnern. Ihr Wirken soll für uns Beispiel und Ansporn sein. Sie wird uns sehr fehlen.
Ich erinnere mich an gute Gespräche mit ihr. Oft war Anton Günther das Thema, den sie sehr verehrte. Ich vergesse nicht ihre Worte: "Wir mußten unsere Heiamt verlassen, unsere eltern hatten es sehr schwer, wir haben das Beste draus gemacht, auch unsere Kinder, auch unsere Kinder, daß sie als Deutsche unter Deutschen eine Zukunft haben.

Heimatkreis Komotau un Förderverein
Hedwig Gemmrig- Helmich
 
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